Amplituden Raster

Den AM-Raster gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen, die runde und die elliptische Punktform. Bei der vergrößerten Rasterfläche ist die Arbeitsweise dieses Rasters deutlich zu erkennen.

Die Punkte sind entlang einer festen Winkelung ausgerichtet. Um kräftigere Farben und eine größere Flächendeckung zu erreichen, verändern sie ihre Größe (Amplitude).

Die elliptische Punktform hat bei Hautfarben ihre Vorteile, da sich die einzelnen Rasterpunkte auf zwei Etappen zusammenschließen und dadurch Tonwertsprünge verringert werden.

Zusammenfassung der arbeitsweise AM:

Der älteste und konventionellste Raster den wir Ihnen anbieten können, ist der weit verbreitete und seit Jahrzehnten eingesetzte amplitudenmodulierte Raster. Der ISO-Coated Standard der Fogra beruht ausschließlich auf einem 60er AM-Raster. Die Rastertypen FM und XM sind in keiner Standardisierung vorhanden.

Den AM-Raster können wir Ihnen in den verschiedensten Frequenzen bis max. 80 anbieten. Diese Zahl steht für die Anzahl der einzelnen Rasterpunkte auf einem cm. Bei einem 80er Raster setzt sich also 1 cm aus 80 einzelnen Punkten zusammen. Um bei diesem Raster eine höhere Flächendeckung und somit eine kräftigere und dunklere Farbe aufs Papier zu bringen, bleibt der Abstand von Mittelpunkt zu Mittelpunkt der einzelnen Rasterelemente gleich, es verändert sich nur der Durchmesser und somit die Größe (Amplitude) der einzelnen Rasterpunkte.

Die Druckfarben liegen in bestimmten Winkeln der Rasterflächen übereinander um eine für das Auge sichtbare Raster-Moiré-Erscheinung zu vermeiden. Die somit erreichten und für diesen Rastertyp unvermeidbaren winzigen Moirés werden auch als Rosetten bezeichnet und sind vom Auge nur schwer zu erkennen.

Die konstante Anordnung der einzelnen Rasterpunkte machen gleichmäßige einheitliche Flächen zu einer Domäne des AM-Rasters, da so keine Wolkenbildung bzw. kein Rauschen in z.B. Grauflächen entsteht.

runde-Punktform

Bei der runden Punktform passiert der Zusammenschluss der Rasterpunkte bei 50%, d.h. bei 50% verbinden sich die ein-zelnen Rasterelemente an vier Stellen miteinander und bilden so eine zusammenhängende Einheit.

Durch den einmaligen Zusammenschluss ist bei dieser Punktform der Tonwertsprung gravierender. Allerdings hat sie sich dennoch durchgesetzt, da sie ihre Vorteile in der Schärfe hat.

Raster_AM_Bild_2

Die einzelnen Farben werden in bestimmten Winkeln übereinander gedruckt. Sie sind so angeordnet, dass sie das entstehende Raster-Moiré und die AM-typische Rosettenbildung so klein wie möglich halten. Der Winkel von gelb ist 0°, die anderen Farben sind um 15° (cyan), um 75° (magenta) und um 45° (schwarz) im Uhrzeigersinn gedreht.

Raster_AM_Bild_3

Hier ist die Rasteranordnung der einzelnen Auszüge im Zusammendruck dargestellt. Die einzelnen Rosetten und das typische Raster-Moiré, was bei der AM-Rastertechnologie unvermeidbar ist, sind deutlich zu erkennen.